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»Neues Gera« 01. Juli 2011

Hygienisch, sauber, selbst reinigend

Internationale Partner forschen an biozider Toilette mit niedrigem Wartungs- & Betriebsaufwand

Biozide Toilette: Mit Rindenschrot funktionieren die Toiletten ohne Wasser, sauber und hygienisch.

 

Gera (NG). Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit Partnern aus Spanien, Finnland und Frankreich beteiligt sich das Geraer Unternehmen UGN Umwelttechnik GmbH an der Entwicklung einer neuartigen Trockentoilette, die den hygienischen und nutzungstechnischen  Ansprüchen einer Wassertoilette gleich kommt. „Auch wenn es schon eine Vielzahl an Trockentoiletten gibt, sind diese aber nur unzureichend dafür geeignet, den hohen hygienischen Ansprüchen gerecht zu werden.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wollen wir eine Toilette mit entwickeln, die u.a. den hygienischen Anforderungen und dem Nutzungsverhalten Vieler gerecht wird. Das heißt, große Nutzergruppen in den Entwicklungsländern mit ihren unterschiedlichen Nutzungsverhalten aber auch für Raststätten, Open-Air-Veranstaltungen und Parkanlagen sollen künftig über selbst reinigende, saubere und geruchsfreie Trockentoiletten verfügen.

Der Clou dabei: diese Toilettenanlagen sollen sich auch gleichzeitig selbst biologisch aufbereiten“, erklärt Herbert Zölsmann, geschäftsführender Gesellschafter der UGN-Umwelttechnik.

„Unsere Aufgabe ist es, einen Abluftfilter zu entwickeln, der Geruchsbelastungen vermeidet. Das Problem Trockentoilette ist aber nicht von uns soweit entfernt, wie wir denken. In Deutschland aber insbesondere in Europa gibt es Regionen, die mit Wasser und Abwasser schlecht versorgbar sind, und wenn dann nur unter enormen Kosten- und Umweltlasten. Davon betroffen sind u.a. Frankreich, Finnland und Norwegen“, führt der stellvertretende Geschäftsführer Christian Richter aus. Einzelne Siedlungen in den Gebirgen müssten dann nicht mehr mit Wasser- und Abwasserleitungen versorgt werden, sondern könnten mit Trockentoiletten unter den gleichen hygienischen Anforderungen wie Wassertoiletten leben.

Doch nicht nur in bereits erschlossenen Gebieten sollen diese Toiletten zum Einsatz kommen und damit zum Klima- und Umweltschutz beizutragen.

Laut einer Studie der Finnischen Universität Tampere sind rund 2,6 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberen Sanitäranlagen. Wichtigstes Problem ist dabei die Desinfektion und die dadurch verbundene Übertragung von Krankheiten. 5.000 Kinder erkranken täglich an Durchfall, unsauberes Wasser und Sanitäranlagen fordern jährlich Millionen Tote.

300 Millionen Menschen in den entwickelten Ländern verbrauchen annähernd so viel Wasser wie man benötigt um in den Entwicklungsländern ein gesundes Leben zu sichern. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation und UNICEF von 2005 benötigt man nur  rund neun Milliarden US Dollar um das Problem weltweit zu lösen. Im Vergleich: Elf Milliarden Dollar werden in den entwickelten Ländern  für den Konsum für Eiscreme ausgegeben, 155 Milliarden Dollar weltweit für Zigaretten und 780 Milliarden Dollar für Waffen.

 


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