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»Erfindung der Geraer UGN-Umweltconsult GmbH auf Neuheitenmesse IENA in Nürnberg« November 2002

Keine Chance für »dicke Luft«

Herbert Zölsmann von UGN zeigt am Thüringer Stand auf der Erfindermesse in Nürnberg einen neuen Biofilter gegen Geruchsbelästigungen.

 

Wenn es Opa im Kreuz zieht, weiß er: Das Wetter ändert sich. Luftdruckveränderungen sind nicht nur fühlbar und am Barometer sichtbar, mancherorts werden sie auch riechbar. Bevor die Sonne Regenfronten vertreibt, stinkt es oft aus Straßengullys und Kanaldeckeln zum Himmel. »Das muss nicht sein«, sagt Kerstin Kramer, Geschäftsführerin der UGN-Umweltconsult GmbH aus Gera. Ihre Firma hat ein Gegenmittel für üble Geruchsbelästigungen aus Abwasserschächten parat. Die Biofilter der Marke PFEZI air clean können »dicke Luft« reinigen.

Die Idee dafür hatten Wissenschaftler eines in Neubrandenburg ansässigen Forschungsinstitutes, berichtet die studierte Geologin. Auf der Suche nach Hersteller und Vermarkter trafen Sie 1999 auf die Thüringer, die sich mit Altlastenbeseitigung und Umweltschutz auskannten.

»Für uns waren die Filter ein neues Standbein«, sagt Kramer. Aus dem Prototyp, der als flacher Stahlzylinder unter den Deckel von Abwasserkanälen gehängt wird, haben die Geraer bis heute eine ganze Filterfamilie gemacht. So gibt es eine Variante, die in Straßenabläufe passt, sowie eine für Fallrohre. »Mit wenigen Handgriffen ist er in jedes Dachrinnenfallrohr eingesetzt«, erklärt Kramer.

Üble Gerüche, die aus der Kanalisation aufsteigen, umwehen das schicke Eigenheim dann nicht mehr. Auch für solche Fälle, wo die Abluft von Gaststätten den Anwohnern wenig appetitlich in die Nase steigt, haben die Geraer eine Lösung. So sorgt ein Rohr-Biofilter dafür, dass die Siemens-Kantine in Nürnberg nur noch geruchlosen Dampf abgibt.

In jüngster Zeit haben sich die Umweltexperten der UGN auch an größere Aufgaben gewagt, etwa die geklärten aber zum Himmel stinkenden Abwässer eines Greizer Chemiewerkes. Die in der Nähe wohnenden Einwohner müssen heute nicht mehr die Nase rümpfen.

Die Kompetenz der Geraer hat sich bis Berlin herumgesprochen. Gefördert vom Wirtschaftsministerium und gemeinsam mit dem Papierforschungszentrum Heidenau wird sich die UGN demnächst bei einem Forschungsprojekt den Abgasproblemen des modernsten Zellstoffwerkes in ganz Europa im thüringischen Blankenstein widmen. »Obwohl dort schon sehr viel für den Umweltschutz und speziell gegen Abluftprobleme gemacht wurde, bereiten den Betreibern so großer Anlagen zwar kleine, aber sehr übel riechende Mengen organischer Schwefelverbindungen große Sorgen«, erklärt Kramer.

Auch in diesem Fall könne der Biofilter helfen. Denn der Gestank aus der Zellstoffproduktion und der Kanalisation wird von Schwefelwasserstoffverbindungen und deren Abbauprodukten verursacht. Dem rückt das Biofiltersystem erfolgreich zu Leibe. Dabei ist das Prinzip ganz einfach: Das als Filter verwendete Granulat aus Altpapier ist in feuchtem Zustand ein idealer Nährboden für Mikroorganismen, die von organischen und anorganischen Stoffen in der Abluft nicht genug kriegen können. Diese werden von den kleinen Biohelfern gut verdaut - das Produkt ist reine Luft.

Auf der am Wochenende zu Ende gegangenen Internationalen Messe für Erfindungen IENA 2002 in Nürnberg stellten die Geraer ihre Produktfamilie vor. »Wir suchen vor allem Partner, mit denen wir den Vertrieb der Produkte bundesweit organisieren können«, sagt Kramer.
Für ein kleines Unternehmen - die Geraer Firma beschäftigt derzeit 18 Mitarbeiter - sei diese Aufgabe allein kaum zu bewältigen.

   


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