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»Neues Gera« vom 04. März 2005

Andere Länder und ganz andere Marktbedingungen

 

 

Nur mit Geduld und Ideen ist wohl der Wachstumsmarkt Dubai zu erobern. Diese Erfahrung bestätigte sich für Geraer und Greizer Mitglieder des Bundesverbandes für Mittelständischen Wirtschaft (BVMW) unter Leitung der Kreisgeschäftsführerin Kerstin Kramer auf ihrer jüngsten Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Einerseits staunten sie, mit welcher atemberaubenden Geschwindigkeit dort viele angekündigte Projekte förmlich aus dem (Wüsten- oder Meeres-) Boden gestampft werden.

Als gigantisch bezeichnete die Unternehmerin die Ansprüche für Weit- und Umsicht die an Projektanten und die beauftragten Firmen gestellt werden.
Ein Stück Erklärung für den Stand der Pläne, mit denen sich beispielsweise die UGN-Umwelttechnik beschäftigt.

Unter den anderen klimatischen Bedingungen haben sich deren zur Probe eingesetzten Bio-Filter gegen geruchs- und schadstoffbeladene Abluft aus dem Kanalnetz der Wüstenstadt Al Ain bewährt. Dem nun zweijährigen Testlauf soll nach Wünschen der Kommunalverwaltung jetzt noch ein spezielles Be- und Entlüftungsprinzip zur Senkung hoher Schwefelwasserstoff-Konzentrationen folgen. Die da nachgewiesenen 440 ppm (parts per million) liegen deutlich über in Deutschland zulässiger Arbeitsplatzkonzentration.

Nach Eintreffen der entsprechenden Zeichnungen sollen die Grundzüge des Projektes bis Ende März in Al Ain vorgelegt werden, erklärte UGN-Prokurist Herbert Zölsmann zu den Anforderungen, die für ihn eine weitere Stufe in der Zusammenarbeit bedeuten. Somit würden künftig nicht nur die in Gera entwickelten und bei der Kunststoffsysteme Bräutigam GmbH in Greiz gebauten Filter als Produkte geliefert, sondern auch ingenieurtechnische Leistungen anerkannt und vermarktet. Die bei den Besuchen vor Ort gewonnene Rückversicherung stärke Positionen im Markt, meinte er.

Kerstin Kramer bekräftigte Erfahrungen, dass ausländische Unternehmen, die in den VAE noch nicht gelistet sind, einen langen Atem und beste Kenntnisse regionaler Bedingungen brauchen, um sich erfolgreich und dauerhaft zu platzieren. Andreas Nützel, Geschäftsführer der Nützel Chemie Greiz, erkundete ob er zukünftig preiswerter Chemikalien aus der Arabischen Handelsdrehscheibe beziehen und seine eigenen Produkteabsetzen kann. UGN-Projektingenieur Christian Richter schulte während der Reise 14 Mitarbeiter des dort agierenden Vertriebspartners Hepworth P.M.E. Weitere Geschäftsbeziehungen wurden zu den Abwasserdepartments der Stadtverwaltungen von Dubai und Sharjah geknüpft. Da geht es um Minimierung der Geruchsbelastungen, die von Klärwerken oder Pumpstationen für die an die Abwasseranlagen schnell heranwachsenden Stadtteile  ausgehen.

Bei aller deutsch-typischen präzisen Reiseplanung waren aber auch Überraschungen nicht auszuschließen. Einen terminierten Verhandlungstag büßte die Delegation ein, weil praktisch von heute auf morgen ein staatlicher Feiertag vorgezogen wurde. Damit kam dann doch die Landeskunde per touristischem Alternativprogramm nicht zu mehr zu kurz. Andere Länder ...

 


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