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»Neues Gera« 27. Juni 2008

UGN versucht sauberen Start in neuem Geschäftsfeld

Dritter Elevator Pitch „Idee sucht Kapital“ steht findigen Unternehmern bevor

Die Projektingenieure Andreas Mielke (l.), Stefan Fischer, Christian Richter (r.) mit Herbert Zölsmann (M.) bei einer Ideenberatung zur Bioammon-Studie

 

Wenn am 1. Juli abends nach lockerem Auftakt an kleinen Bällen im Golfpark Burkersdorf zum 3. Thüringer Elevator Pitch gerufen wird, dürfte es auch bei Herbert Zölsmann kribbeln; selbst wenn er die Landluft genießen kann. Die erfahrene Spürnase hat als Ingenieur und als Geschäftsführer der UGN-Umwelttechnik GmbH mit seinem Team schon manche technische Lösung in Sachen Geruchsbelästigung durch Abluft erfunden und als Projekt umgesetzt.

Nun stehen gleich zwei Termine nacheinander an: Am Montag endet ein Forschungsprojekt, an dem UGN seit Ende 2006 gemeinsam mit der Fachhochschule Jena und der BBE Berndt Bio Energy aus Wünschendorf arbeitete. Jedenfalls formal.

Die Ergebnisse der kurz „Bioammon“ getauften Studie versprecheneine zügig machbare Umsetzung mit Anlagen in der Praxis. Da kommt dem 2007 gewachsenen Ingenieurteam jetzt der hochrangige wie erfahrungsgemäß kommunikative Treff mit möglichen Investoren, Geldgebern oder Schlüsselkunden unter dem Motto „Idee sucht Kapital“ ausgesprochen recht.

Auch wenn der Chef damit für knappe drei mitentscheidende Minuten in die Rolle eines von der Unternehmer- und Investorenjury streng beurteilten Prüflings gerät.

Es ist genau so eine Chance, wie sie nach dem Prinzip der im Rahmen der Unternehmer-Akademie Thüringen organisierten Veranstaltung auf Start Ups (Gründer) oder Wachstumsunternehmen lauern könnte. Namentlich die GNT (Gesellschaft zur Förderung neuer Technologien Thüringen e.V.), der Gründer- und Innovationscampus Weimar Jena sowie das Technologie- und Gründerzentrum Gera haben diesen Treffpunkt arrangiert, weil die Vorläufer beachtliche Resultate in Kontakten und Projekten schafften.

Die UGN-Männer wollen eine weitere Spielwiese eröffnen: Neben den etablierten Feldern wie der Abluftreinigung und Biogasentschwefelung möchten sie mit dem Vorwissen über die Beseitigung von Geruchsemissionen nun Biomasse komplett in Biogas und damit also in Energie umsetzen. Ausgangspunkt waren in verschiedenen Stufen aufbereitete Speisereste, die nach neuen deutschen Gesetzen beispielsweise nicht mehr verfüttert werden dürfen. Mit ihrer Analyse „Nachhaltige Verwertung von Speiseresten und Bioabfällen durch anaeroben Abbau und kombinierte Abtrennung von Stickstoff und Schwefel aus den Gärprodukten“ hofften die Projektingenieure Wege zu einer stabilen Vergärung zu finden, in der Gasphase Schwefelswasserstoff und Stickstoff zu entziehen und damit die Werte des Methangases zur späteren Verbrennung für die Energiegewinnung zu verbessern. Ein Versuchsaufbau mit 180 Liter-Fermentoren in Wünschendorf, die bei konstanter Temperatur täglich mit der optimalen Menge „gefüttert“, also beschickt wurden, ermöglichte funktionelle Tests zum Einfluss von Temperaturänderungen, zu Kontrollwerten für eine Verfahrenssteuerung und Überwachung anhand der pH-Werte im Gärsubstrat oder des sogenannten FOS/TAC-Wertes.

Man wies die vollständige Umwandlungsmöglichkeit von Trockenmasse in Biogas nach. Lange könnte Andreas Mielke anhand der Powerpointpräsentation darüber referieren. Es bleiben fassliche 800 Normliter pro Kilogramm Trockenmasse mit sechzig Prozent Methangehalt, die sowohl dem Verwerter von Speiseresten als auch dessen Großkunden neue Chancen eröffnen.

UGN-Chef Herbert Zölsmann muss das jetzt in klare, knappe, bildhafte, unterhaltsame ... Worte fassen, um zu überzeugen. Das macht zusätzliches Kribbeln und Adrenalinausstoß.

Thomas Triemner, freier Journalist & Moderator, Gera

 


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